Institut für Didaktik der
Naturwissenschaften
an der Universität Salzburg

Bärlauch (Allium ursinum)

Wer Bärlauch isst, muss ihn genau kennen!

Bärlauch

Foto: Unterbruner

Bärlauch - botanisch gesehen

In Laubwäldern riecht es im Frühjahr oft sehr nach nach Knoblauch. Beim genaueren Hinsehen ist der Wald mit einem Teppich aus schönen weißen Blütendolden mit zwei gestielten Blättern bedeckt. Es ist der Bärlauch, der diesen Duft ausströmt. Die mehrjährige Zwiebelpflanze aus der Familie der Liliengewächse kann höchstens bis zu 30 cm hoch werden. Die weißen Blüten erinnern an eine Zwiebelblüte. So ist wie auch beim Schnittlauch oder der Zwiebel die Blüte in einer Scheide eingehüllt, die beim Entfalten abfällt. Die Blätter sind hellgrün, breit-lanzettlich und zartglänzend.

Bärlauchblüten

Foto: Unterbruner

Die Heimat des Bärlauchs ist Europa, Kleinasien und Sibierien. Die wild wachsende Art findet man bodendeckend in schattigen Lauwäldern oder unter Gebüschen auf gut humosen lehmigen feuchten Böden.

Bärlauch - in der Heilkunde

Bärlauch regt die Verdauung an, fördert die Funktion von Galle und Leber und wirkt blutdrucksenkend. Außerdem werden die Blätter und die Zwiebeln zum Würzen von Salaten, Suppen und Topfen verwendet.
Je nach Höhenlage werden die frischen Blätter von März bis Mai gesammelt. Der Bärlauch hat die größte Würzkraft kurz vor der Blüte. Auch die kleinen Zwiebeln kann man verwenden und zwar im Hochsommer, wenn das Laub abgelaufen ist.

Bärlauch - im Garten

Da der Bärlauch ein Kaltkeimer ist, wird er im Herbst oder in den Wintermonaten auf eine offene Erdfläche unter Bäumen und Büschen an einer schattigen Stelle ausgesät. Auch das Einpflanzen von kleinen Zwiebeln ist möglich.


Bärlauch - in der Schule

Bärlauchsamen kann man ohne große Probleme im Frühsommer ernten. Sie eignen sich für Keimungsexperimente.

1) Genaue Kenntnisse erwerben!

ACHTUNG - VERWECHSLUNGSGEFAHR - ACHTUNG

Jedes Jahr kann man in der Presse von Vergiftungen, ja sogar Todesfällen durch Verwechslungen beim Verzehr mit "Bärlauch" lesen. Denn die Blätter vom Bärlauch sind leicht mit den Blättern vom Maiglöckchen, aber auch mit denen der Herbstzeitlose zu verwechseln. Es ist daher wichtig, dass SchülerInnen die Unterscheidungsmerkmale sehr genau kennenlernen (siehe Gegenüberstellung).

Tipps, um wirklich sicher zu gehen:

Vergleich: Bärlauch und Herbstzeitlose

Foto: Kobler

Arbeitsblatt (pdf):
Unterscheidungsmerkmale Bärlauch / Herbstzeitlose / Maiglöckchen


Um die genaue Kenntnis von Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen zusätzlich zu fördern, können die jeweiligen Blätter "nachgebaut" werden.

Blattformen

Foto: Kobler

Arbeitsblatt (pdf): Blattformen

2) Keimungsexperimente

Was ist ein Kaltkeimer?

Versuchsanleitung:

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