Am 31. Oktober verabschiedeten schon die Kelten den Sommer und damit das alte Jahr mit Feuern. Samhain, der Totengott, erlaubte Seelen, die im vergangenen Jahr verstorben waren, am 31. Oktober zurückzukehren.
Um sich vor bösen Geistern und Hexen zu schützen, zündete man mit Getreiedeopfergaben riesige Feuer an. Später verkleidete man sich, um die Geister zu erschrecken, mit Tierfellen und Tierköpfen. Außerdem legt man kleine Gaben vor das Haus um die Geister zu besänftigen.
Es wurden Gesichter aus Rüben geschnitzt und mit einer Kerze beleuchtet. Damit wurde gezeigt, hier wohnt schon eine verdammte Seele (Jack O'Lantern). Heute noch werden riesige Feuer am 31. Oktober in Schottland und Wales entzündet. Auch im Christentum wird am 1. November an die Allerheiligen gedacht (eng. "All Hallows"; daraus würde verkürzt "Halloween").
Was hat das aber mit Kürbissen zu tun?
Während der großen Hungersnot von 1845-1850, die durch die Kartoffelfäule ausgelöst worden war, wanderten viele Iren nach Amerika aus. Sie nahmen natürlich auch ihre Bräuche und Sitten mit, so auch Halloween. Nur wurden in Amerika anstelle von Rüben Kürbisse ausgehöhlt. Von den USA kommt nun wieder der (amerikanisierte) Brauch von Halloween zurück nach Europa. Ausgehöhlte Kürbislaternen leuchten heute den Kindern, wenn sie verkleidet als Hexen und Geister von Haus zu Haus gehen und um Süßes bitten - "Sonst gibt's Saures!".
FAMILIE: Kürbisgewächse, Cucurbitaceae
Die eigentliche Heimat des Kürbisses ist Südamerika, doch wird er mittlerweile weltweit kultiviert.Ein Kürbis besteht zu 95% aus Wasser. Dennoch hat er einen hohen, ernährungsphysiologischen Wert.
Kürbisse sind schon sehr lange bei uns bekannt. Mit ihren über 101 Gattungen und 745 verschiedenen Arten sind sie eine recht große Familie.
| * Wassermelone | = Citrullus |
| * Gurken | = Cucumis |
| * Zaunrübe | = Bryonia |
| * Kürbis und Zucchini | = Cucurbita |
| * Spritzgurke | = Echallium |
| * Balsambirne | = Momordica |
| * Flaschenkürbis | = Lagenaria |
| * Schwammgurke | = Luffa |
Die raschwüchsige krautige Pflanze ist ein Flachwurzler mit kletternden Blattranken und wird fremdbefruchtet.
Die trichterförmigen fünfzähligen Blüten sind eingeschlechtlich. Die männlichen Blüten sind langgestielt und liegen meist oberhalb der Blätter. Die weibliche Blüte ist kurzstielig, hat einen unterständigen Fruchtknoten und scheidet viel Nektar für die Hauptbestäuber, Bienen und Hummeln, aus.
Der Fruchtknoten entwickelt sich rasch zu einer vielsamigen, hartschaligen, wasserreichen und meist sehr großen Beere.
Die Vielfalt an Form und Farbe ist sehr groß. So gibt es weiße, gelbe, orange, grüne bis hin zu grau-blaue, ein- und mehrfärbige Kürbisse.
Wenn keine Bodenfröste mehr erwartet werden, kann man die Samen direkt ins Freie setzen. Es hat sich von Vorteil erwiesen, die Samen über Nacht in Kamillentee (antibakteriell) einzulegen. Dadurch beginnt auch die Keimung schneller. Die im Glashaus vorgezogenen Pflänzchen dürfen erst nach den Eisheiligen (12.-15. Mai) ins Freie gepflanzt werden.
TIPP! Wenn die Jungpflanze ausgetopft wird, sollen die Wurzeln vorsichtig ausgebreitet in das Pflanzloch gelegt werden. So gedeihen die Pflanzen besser. Der Pflanzbedarf von nicht rankenden Kürbissen (Zucchini) beträgt etwa 120 x 70 cm, von rankenden etwa 180 x 70 cm, bei ganz großen wie z.B. beim Gelben Zentner muss man noch viel mehr Platz einkalkulieren.
| APRIL | Aussaat der Samen in Töpfchen im Glashaus |
| MAI | Auspflanzen der in Töpfen gezogenen Pflänzchen in Freiland (nach den Eisheiligen Mitte Mai) |
| JUNI | Beginn der ersten Zucchiniernte |
| JULI + AUGUST | Zucchiniernte |
| SEPTEMBER | Kürbishaupterntezeit |
| 31. OKTOBER | Halloween |
| NOVEMBER bis JÄNNER | Zeit für gute Kürbisgerichte |
v.l.n.r.: Butternuss, Hokkaido und Squash-Kürbis (Ufos)
Zierkürbisse (li.) und Kalebassen - Flaschenkürbisse (re.)
Türkenturban (li.) und Muskatkürbis (re.)
Bei Sommerkürbissen wie z.B. Zucchini ist es besser sie unreif zu ernten, denn mit der Reife werden sie oft recht fasrig und schmecken nicht mehr so gut. Winterkürbisse sind reif und lagerfähig wenn...
Für Schnecken ist die Kürbispflanze eine Delikatesse. Sowohl die Pflanze als auch die Früchte werden gefressen. Mäuse und Wühlmäuse nagen die Wurzeln ab und hemmen dadurch das Wachstum oder sie höhlen den Kürbis von unten aus. Auch Vögel werden zu Schädlingen, wenn sie die Kürbisse anpicken und dadurch zum Verfaulen bringen.
Um Mehltau zu verhindern, sollte man nicht die Blätter, sondern nur den Wurzelstock gießen.
Und schließlich kann auch das Wetter den Kürbispflanzen zusetzen: Bei Temperaturen unter 20°C keimen die Samen nicht. Bei trockenem Wetter muss zusätzlich bewässert werden.