Da unsere Küchenkräuter aus sehr verschiedenen Klimagebieten und unterschiedlichen Standorten stammen, haben sie auch unterschiedliche Ansprüche an Boden, Temperatur und Feuchtigkeit. Die Kräuterspirale hilft, diese verschiedenen Ansprüche auf kleinstem Raum zu erfüllen. Es genügt bereits ein sonniger Standort von 2m² Durchmesser, um jedem der angebauten Kräuter die optimalen Wuchsbedingungen zu verschaffen.
Die Kräuterspirale ist ein einfach funktionierendes System, das den verschiedenen Ansprüchen gerecht wird. Da der Kern der Spirale aus Bauschutt (o.ä. Materialien) besteht, bleibt der obere Kern weitgehend trocken. Es soll ein Gefälle von sandig-nährstoffarmem zu lehmig-nährstoffreichem Boden erreicht werden. Das kann man durch Beigabe von Sand im oberen und Kompost im unteren Teil der Spirale erzielen. Gieß- und Niederschlagswasser, das nicht gleich in den Boden versickert, kann gut in ein Becken ablaufen, das sich am Fuße der Spirale befindet.
Es ist günstig, die Kräuterspirale in Nord-Süd-Richtung auszurichten, denn dadurch wird die Sonneneinstrahlung optimal ausgenutzt. Die Steine speichern so tagsüber die Sonnenenergie und geben dann diese nachts langsam an den Boden ab. Durch die Möglichkeit, Wärme zu speichern, können Nachtfröste bis -5°C abgefangen werden, denn die äußeren Steine sorgen für ein ausgeglichenes Kleinklima. So gedeihen oben auf der Spirale die Mittelmeerpflanzen, unten hingegen die Pflanzen feuchterer und kühlerer Zonen.
Durch die Vielfalt der Lebensbedingungen bietet die Kräuterspirale auch einer ganzen Reihe von Tieren Lebensmöglichkeiten. Es sind darunter eine Vielzahl von Nützlingen im Garten wie z.B. eine große Zahl von Insekten, Eidechsen, Kröten und Vögel. Durch deren Wirken können Pflanzenschutzmaßnahmen unnötig werden.
Abbildung: Kräuterspirale - Sommeraspekt
Ein sonniger Platz wird gesucht. Ein Kreis von 2m Durchmesser wird ausgesteckt.
Die oberste Bodenschicht wird spatentief abgehoben und die Grube mit alten Ziegelsteinen bzw. mit grobem Bauschutt ausgelegt.
In der Mitte wird ein 40-50 cm hoher Bauschutthaufen errichtet.
Am Südende der Spirale wird ein ca. 80 cm tiefes Loch ausgehoben, das mit einer Teichfolie ausgelegt wird. Auf der Seite, die der Spirale zugewandt ist, wird die Folie noch mit Erde überdeckt. Durch die Kapillarwirkung der Erde entsteht so ein feuchter Bereich.
Am unteren Teil der Spirale wird eine Schicht von Komposterde aufgetragen, die dann in ein Erde-Sand-Gemisch von 1:1 übergeht.
Nun kann man beginnen, große Natursteine spiralförmig um den Hang zu bauen. Das Auffüllen mit dem Erde-Sand-Gemisch muss schrittweise erfolgen.
Der Boden des Folientümpels wird mit Steinen und Sand bedeckt und der Tümpel mit Wasser aufgefüllt.
Bei der nun folgenden Bepflanzung ist besonders darauf zu achten, dass die Kräuter entsprechend ihren Bedürfnissen an die richtige Stelle der Spirale gesetzt werden.
Arbeitsblatt für SchülerInnen zur Bepflanzung der Kräuterspirale:
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Arbeitsblatt für SchülerInnen zur Geschmacksprobe der Kräuter:
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Arbeitsblatt für SchülerInnen zur Geruchsprobe der Kräuter:
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