Institut für Didaktik der
Naturwissenschaften
an der Universität Salzburg

Wir bauen einen Aquarienfilter

Richtet man ein Schulaquarium ein, so braucht man dafür in der Regel auch einen Filter. Er dient zur Wasserumwälzung, zur mechanischen und je nach Bauweise und Größe auch zur biologischen Filterung des Aquarienwassers. Den hier vorgestellten Filter kann man problemlos mit den Schülern selbst bauen. Die benötigten Materialien sind preisgünstig und leicht beschaffbar. Der selbstgebaute Filter bietet im Rahmen des Unterrichts einen guten Anlass über die Bedeutung und Funktion von Aquarienfiltern zu reden und damit verbunden über die Wasserqualität und die Möglichkeiten sie mit verschiedenen Methoden zu bestimmen.

Werkzeug und Materialien

Material

• ein Plastik-Haushaltstricher
• eine Haushalts-Plastikdose mit Deckel (der Trichter muss in die Dose passen)
• ein Stück Filterrohr
• Aquarienschlauch
• ein Aquariensprudelstein
• Filtermaterialien

Material

• Bohrer verschiedener Stärke, evtl. eine Bohrmaschine
• evtl. Schmelzwerkzeuge
• eine kleine Säge
• eine Zange
• einen Hammer
• einen Gasbrenner
• eine Aquarien-Luftpumpe (Membranpumpe)
• Schrauben und Nägel verschiedener Stärke

Man kann die notwendigen Löcher entweder mit Bohrern herstellen oder mit selbst hergestellten Schmelzwerkzeugen.

Herstellung und Verwendung der Schmelzwerkzeuge

Schmelzwerkzeug

• Man verwendet am besten kurze Rundholzstücke als Griffe.
• In diese Holzgriffe werden Metallschrauben oder Nägel unterschiedlicher Stärke eingeschraubt oder eingeschlagen.
• Die Schraubenköpfe und Nagelspitzen werden über einer Flamme erhitzt.
• Mit den heißen Werkzeugen werden dann die Löcher in den Kunststoff geschmolzen.

Herstellung des Aquarienfilters

Trichter in der Dose

• Der Trichter sollte mit einem seitlichen Spielraum von ca. 0,5 bis 1 cm in die Dose passen (ausprobieren!!).

Trichter wird abgesägt

• Der passende Trichter wird dann so abgesägt, dass der Trichterstutzen ca. 3-4cm über den Dosenrand ragt.

Loch in der Dose

• Ein Loch in die Dose und den Trichter bohren (schmelzen). Die Löcher sollten so groß sein, dass der Aquarienschlauch gerade hindurchpasst.

Loch im Tricher Aquarienschlauch und Sprudelstein

Der Aquarienschlauch wird durch die Löcher geführt und der Sprudelstein angesteckt.

Deckel mit Löchern

Dosendeckel genau in der Mitte mit einem großen Loch für den Trichterstutzen versehen (bohren oder schmelzen) und konzentrisch darum herum mit kleineren Löchern als Einströmöffnungen für das Aquarienwasser.

Befüllung mit Filtermaterial

Dann wird die Filterdose mit Filtermaterial befüllt. Dabei wird als erstes eine dünne Lage Kies auf den Dosenboden gegeben und dann der Trichter darauf gesetzt.

Befüllung mit Kies und Filterwatte/Schaumstoff

Die Dose wird dann bis ca. 2cm unter den Rand mit weiterem Kies o.ä. Filtermaterial gefüllt und dieses mit einer Lage Filterwatte oder Aquarien-Schaumstoff abgedeckt.

Fertig befüllter Filter Fertiger Deckel

• Nach der Befüllung der Filterdose wird der Deckel so aufgesetzt, dass die Ausströmöffnung (=Filterstutzen) durch das zentrale Loch geführt werden kann.

Aquarienfilter mit Rohr

• Um mit dem ausströmenden Wasser eine gezielte Oberflächenströmung erzeugen zu können, benötigt man ein Rohr mit rechtwinkliger Biegung an einem Ende. Dieses Rohr wird auf den Trichterstutzen aufgesteckt. Die Ausströmöffnung sollte sich auf Höhe des Wasserspiegels befinden.

Filter mit Pumpe

• Nun kann der Filter in das Aquarium eingesetzt werden. Der beste Platz ist eine hintere Ecke des Aquariums. Für den Betrieb braucht man nun nur noch die Aquarien-Luftpumpe an den Luftschlauch anschließen.

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