Institut für Didaktik der
Naturwissenschaften
an der Universität Salzburg

Wir bauen einen Beobachtungsständer für Schnecken

Werkzeug und Materialien

Material

• Holzbrettchen ca. 15 x 20 cm
• Holzleisten
• Glasscheibe ca. 10-15 x 30 cm
• Nägel
• Sandpapier
• Hammer
• evtl. Glasschneider, Spiritus und Stichsäge
• Markierstift
• kleine Handsäge
• Maßband

Material

Bauanleitung

Markieren

• Zuerst wird ein Holzbrettchen zurechtgesägt bzw. ein vorhandenes, entsprechend großes Reststück verwendet.

• Das Brettchen sollte so groß gewählt werden, dass der Ständer später nicht so leicht umfallen kann (mind. 15 x 20 cm).

Sägen

• Dann werden die 2 Holzleisten, die später die Glasscheibe auf dem Bodenbrett halten, auf die Brettchenlänge zurechtgesägt.

Glasschneiden

• Die benötigte Glasscheibe (ca. 10-15 x 30 cm) kann man selbst aus einem Abfallstück ausschneiden oder leicht und in der Regel kostenlos bei einem Glaser besorgen.

• Zum Glasschneiden zeichnet man sich die Schnittlinie mit einem Markierstift an, reinigt den Schnittbereich mit Spiritus, ritzt die Schnittlinie mit einem Glasschneider an und bricht dann das Glas an einer Kante. (Vorsicht, es gehört einige Erfahrung dazu!!)

Glasschleifen

• Auf jeden Fall müssen die scharfen Schnittkanten der Glasscheibe vor dem Gebrauch mit einem Sandpapier entgratet werden. (Vorsicht!!)

Holzleiste anzeichen

• Anschließend wird mittig auf dem Bodenbrettchen die Position der ersten Holzleiste angezeichnet und die Leiste festgenagelt.

• Dann wird die Glasscheibe angelegt und die 2. Leiste fest dagegen gedrückt, so dass die Position der Leiste markiert werden kann (die Glasscheibe sollte später möglichst fest zwischen den beiden Leisten stehen!).

Fixieren

• Nun wird auch die zweite Leiste mit Nägeln fixiert und der Schneckenständer ist einsatzbereit.

Unterrichtseinsatz

Schnecke auf Schneckenständer

• Mit einem Brei aus Mehl und Zucker, von dem man etwas auf die Scheibe schmiert, oder mit einem fixierten Stück eines Salatblattes kann man die Schnecken dazu veranlassen auf der Scheibe hoch zu kriechen (am besten, wenn sie vorher 1 Tag gehungert haben).

• Verwendet man Achatschnecken, so muss man darauf achten, dass die Raumtemperatur nicht zu niedrig und dadurch die Glasscheibe zu kalt ist (nicht unter 20°C), denn dann stellen die Schnecken die Fortbewegung ein.

• Man kann vor den Beobachtungen die Schnecken und die Glasscheibe kurz in handwarmes Wasser legen um das zu verhindern.

Schüler beobachtet

• Mit Hilfe des Schneckenständers lassen sich viele interessante Beobachtungen machen und so eine ganze Reihe von Fragen zu Biologie und Verhalten der Tiere beantworten.

• Zuerst einmal kann man ganz bequem und von allen Seiten die typische Anatomie des Schneckenkörpers beobachten und evtl. auch zeichen.

• Durch die Scheibe sieht man sehr schön die wellenförmigen Kontraktionen der Fußmuskulatur, die den Tieren das Kriechen ermöglicht.

• Man sieht auch recht schön die Schleimspuren, die beim Kriechen hinterlassen werden. Haben die Schnecken den Futterbrei erreicht, so sieht man durch die Glasscheibe, wie sie mit er Raspelzunge (Radula) die Nahrung aufnehmen.

• Recht eindrucksvoll sind auch die Reaktionen auf unangenehme Geruchs- und Geschmacksstoffe zu beobachten (Einziehen der Fühler und des Fußes, Umwenden oder evtl. auch Überwinden des unangenehmen Reizes durch "Brückenbildung" mit dem Fuß).

Mehr Info zu den Achatschnecken hier.

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